Der DRK-Kreisverband Mettmann hat verschiedene Fortbildungsmodule beschrieben, die zusammen eine Mindestqualifizierung für die Personen bieten sollen, die im Betreuten Wohnen als Schnittstelle zwischen den zu betreuenden Menschen und Dienstleistern wie Sozialstationen oder Hausnotruf-Betreibern tätig werden. Diese Personen haben wir „Sozialkoordinatoren“ genannt.
Die Qualifizierungsmaßnahme ist primär für Menschen konzipiert, die (wieder) eine Beschäftigung in einem sozialen Dienstleistungsberuf anstreben. Die Teilnehmer/innen erwerben hierbei wichtige Schlüsselqualifikationen, die die Chancen auf eine Beschäftigung deutlich erhöhen können. Die Maßnahme ist für alle interessierten und geeigneten Bewerberinnen und Bewerber zugänglich, unabhängig davon, ob sie in einem Arbeitsverhältnis stehen und für welchen Arbeitgeber sie ggf. tätig sind. Sie ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet und bietet insbesondere Menschen nach längerer beruflicher Auszeit (z. B. Kindererziehung, Arbeitslosigkeit) eine Möglichkeit, wieder in das Berufsleben einzusteigen und dabei eine interessante, verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.
Die Qualifizierung zum Sozialkoordinator / zur Sozialkoordinatorin umfasst die folgenden Module:
Die Module 1- 4 können bei beliebigen Anbietern absolviert werden (z. B. Hilfsorganisationen, Bildungswerke, Volkshochschulen). Es ist ein schriftlicher Nachweis der erfolgreichen Teilnahme zu erbringen.
Modul 5 wird z. B. von den umseitig beschriebenen Projektpartnern angeboten und beinhaltet die folgenden Themen (Darstellung in Kurzfassung):
Vier von fünf Modulen der Qualifizierungsmaßnahme sowie das Praktikum können individuell nach den persönlichen zeitlichen Möglichkeiten besucht werden. Es ist also ein „laufender Einstieg“ möglich.
Die Maßnahme wird mit dem Besuch des fünften Moduls abgeschlossen und mit einem Zertifikat bescheinigt. Über zwei Jahre erfolgt eine Begleitung und Evaluation in Form von Fortbildungsveranstaltungen. Der Zeitaufwand für die Lehrveranstaltungen beträgt je nach Art der besuchten Kurse insgesamt etwa 120 bis 180 Unterrichtsstunden a 45 Minuten. Hinzu kommen 80 Stunden für das zweiwöchige Praktikum sowie individuelle Vor- und Nachbereitungszeiten.
Die komplette Maßnahme sollte innerhalb von zwei bis drei Jahren
abgeschlossen werden.
Die Module 1 - 4 werden von den jeweiligen Veranstaltern sowohl als Abend-, Tages- oder auch Wochenendseminare angeboten. Das Modul 5 findet in der Regel in Blockform (2 x 5 Tage) statt. Die Praktikumszeiten können individuell mit der Einrichtung vereinbart werden, die Blockform (zwei Wochen) wird jedoch ausdrücklich empfohlen.
Die Kosten für die Module 1 - 4 sind bei den jeweiligen Anbietern zu erfragen. Erfahrungsgemäß ist hier insgesamt mit etwa 250,- Euro zu rechnen (Schätzung ohne Gewähr).
Das Praktikum ist kostenfrei, es erfolgt jedoch auch keine Vergütung oder Aufwandsentschädigung.
Die Teilnahme an Modul 5 kostet 800,- Euro pro Teilnehmer, die Begleitung in den nächsten zwei Jahren einmalig 375,- Euro.
Bitte erkundigen Sie sich, ob Ihnen ggf. Zuschüsse durch Ihren Arbeitgeber oder die Bundesagentur für Arbeit gewährt werden können.
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